Zwei Apfel Chutneys

Zwei Apfel-Chutneys

Meine Großeltern Mia und Hennes hatten viele Apfelbäume im Garten, und aus den Früchten wurden zahlreiche Leckereien wie Kuchen, Kompott oder Rumfrüchte gemacht. Chutney hat meine Oma allerdings nie gekocht. Ich glaube nicht, daß man die süß-saure Würzsauce aus der indischen Küche damals im Sauerland überhaupt schon kannte.
Die ersten Äpfel, die im Spätsommer reif waren, nannten meine Großeltern in ihrer sauerländischen Mundart „Ömmer Äppel“ – Sommeräpfel. Es waren die leckersten Äpfel, die ich bis heute gegessen habe. Daher heißt mein erstes Chutney auch „Ömmer-Äppel-Chutney“. Wenn das keine gewagte Crossover-Küche aus sauerländischen und indischen Zutaten ist …
Bei der zweiten Variante, dem Sauerland-Chutney, habe ich, statt der üblichen indischen Aromen, Gewürze ausgesucht, die typisch für meine Heimat und meine Kindheit sind, z.B. Wacholderbeeren, Muskat und Majoran.
Beide Chutneys passen zu kalten Braten, Blut- und Leberwurst, Schinken oder Käse und eignen sich wunderbar zum Verfeinern von Saucen.

Zwei Apfel-Chutneys
Zubereitung 15 Minuten
Garzeit 45 Minuten
Abkühlzeit mindestens 2 Stunden
Portionen 900 ml

Zutaten

  • Für das Ömmer-Äppel-Chutney:
  • 300 ml Apfelessig
  • 500 g süßliche Äpfel, geschält und entkernt gewogen, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten
  • 500 g Zwiebeln, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Fenchelsamen, gemörsert
  • 1 TL Bockshornklee, gemörsert
  • 1 TL Koriandersamen, gemörsert
  • 1 TL Salz
  • Für das Sauerland-Chutney:
  • 300 ml Kräuteressig
  • 700 g süßliche Äpfel, geschält und entkernt gewogen, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten
  • 250 g Zwiebeln, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten
  • 100 g Rosinen
  • 200 g Zucker
  • 1 TL gemahlener Piment
  • 1 TL Wacholderbeeren, gemörsert
  • 1 TL geriebene Muskatnuss
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 TL Salz

Zubereitung

  • Die Zubereitung ist für beide Chutneys gleich:
  • Den Essig in einen kleinen Topf gießen. Die Äpfel während des Schälens und Schneidens möglichst schnell in den Essig geben, um zu verhindern, daß sie braun werden. Dabei geht es allerdings nur um die Optik, geschmacklich macht es keinen Unterschied.
  • Die restlichen Zutaten hinzufügen, gründlich mischen und bei mittlerer Temperatur zum Kochen bringen. Für etwa 45 Minuten lebhaft köcheln lassen, dabei gelegentlich durchrühren, bis der Großteil der Flüssigkeit verkocht ist und das Chutney die gewünschte Konsistenz hat. (Beim Sauerland-Chutney nach Belieben die Lorbeerblätter entfernen.) In sterilisierte Einmachgläser füllen (s. Tipp), abkühlen lassen und die Gläser gut verschließen.

Tipp

Je länger ein Chutney durchziehen kann, desto besser schmeckt es. Über die Haltbarkeit kann ich leider keine verbindliche Auskunft geben, aber in sterilisierten Gläsern und bei kühler und trockener Lagerung, habe ich sogar einmal nach zwei Jahren ein vergessenes Glas geöffnet, und es war einwandfrei.
Um Einmachgläser von Keimen zu befreien gibt es die verschiedensten Methoden – Sterilisieren in kochendem Wasser, in der Spülmaschine, dem Backrohr oder der Mikrowelle. Nach vielen Versuchen finde ich die folgende Variante am einfachsten: Die schon gut vorgereinigten Gläser im heißesten Spülmaschinengang waschen. Wenn Sie die Gläser dann direkt aus der Spülmaschine weiterverwenden, natürlich ohne hineinzufassen, sollte dies eigentlich schon ausreichend sein. Wenn ich die Gläser jedoch erst später benutzen möchte, spüle ich diese und die Deckel mit möglichst heißem Wasser ab und trockne sie dann etwa 20 Minuten im auf 135° Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen. Bis jetzt haben die Deckel der normalen Standardeinmachgläser diese Temperatur auch immer ausgehalten, Plastikverschlüsse sollten sie allerdings nicht mit ins Rohr geben, da diese schmelzen. Bisher bin ich mit dieser Methode immer gut gefahren und es ist noch kein Eingemachtes verdorben.
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