Marillenmarmelade Sextett

Marillenmarmelade Sextett

Wir haben zwei große Marillenbäume im Garten. Jedes Jahr im Juli heißt es deshalb bei uns fast täglich „Marillenmarmelade kochen“. Wir ernten immer gerade genug, um eine oder höchstens zwei Fuhren verarbeiten zu müssen, denn wer möchte bei der Sommerhitze schon gerne lange in der durch Marmeladenkochschwaden zugedampften Küche stehen?
Vor ein paar Jahren gab es allerdings einen so heftigen Sommersturm, daß alle Marillen auf einmal von den Bäumen gefegt wurden. Wir haben dem Unwetter getrotzt und sämtliche Marillen in Waschkörben, Eimern und Schüsseln aufgesammelt. Danach sahen wir uns mit einem Hügel – vielleicht kann man sogar schon von einem Berg sprechen – aus gut 20 Kilogramm Marillen in unserem Wohnzimmer konfrontiert, die natürlich schnellstmöglich verarbeitet werden mußten! Da wir nicht mehr genug Rum im Haus hatten, um alle Marillen zur Lieblingssorte meines Mannes, Rum Marille, einzukochen, haben wir mit allem, was der Haushalt gerade hergab, für Geschmacksvielfalt gesorgt. Neben der ganz puristischen Marille ohne alles und der bereits erwähnten Rum Marille, gehören seitdem Rosmarin Marille, Pfirsich Marille, Marilli Vanilli und mein Favorit Aperol Marille zu den Varianten, die wir nun jedes Jahr einkochen.

Marille Pur
Zubereitung 15 Minuten
Garzeit 9 Minuten
Portionen 4 Gläser à ca. 300 ml

Zutaten

  • 1,5 kg reife Marillen, mit Kern gewogen
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • Ein winziger Schuß Rapsöl

Zubereitung

  • Die Früchte waschen, trocknen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und in einen großen Kochtopf geben.
  • Den Gelierzucker und das Öl hinzufügen. Alles mit einem langen Holzlöffel gut vermischen und bei hoher Temperatur zum Kochen bringen. Dabei immer wieder mit dem Holzlöffel durchrühren und über den Topfboden schaben, damit nichts ansetzt.
  • Sobald die Masse sprudelnd kocht, 9 Minuten weiterkochen lassen, dabei regelmäßig umrühren.
  • Anschließend von der Flamme nehmen und sofort in sterilisierte Gläser (s. Tipp 1) füllen.Die Gläser gut verschließen und etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen (s. Tipp 2).
Rum Marille
Portionen 4 Gläser à ca. 300 ml

Zutaten

  • 1,5 kg reife Marillen, mit Kern gewogen
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • Ein winziger Schuß Rapsöl
  • 2-4 EL Rum

Zubereitung

  • Die Früchte waschen, trocknen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und in einen großen Kochtopf geben.
  • Den Gelierzucker und das Öl hinzufügen. Alles mit einem langen Holzlöffel gut vermischen und bei hoher Temperatur zum Kochen bringen. Dabei immer wieder mit dem Holzlöffel durchrühren und über den Topfboden schaben, damit nichts ansetzt.
  • Sobald die Masse sprudelnd kocht, 9 Minuten weiterkochen lassen, dabei regelmäßig umrühren.
  • Anschließend von der Flamme nehmen, den Rum unterrühren und sofort in sterilisierte Gläser(s. Tipp 1) füllen. Die Gläser gut verschließen und etwa 5 Minuten auf den Kopfstellen (s. Tipp 2).
Rosmarin Marille
Zubereitung 15 Minuten
Garzeit 9 Minuten
Portionen 4 Gläser à ca. 300 ml

Zutaten

  • 1,5 kg reife Marillen, mit Kern gewogen
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • Ein winziger Schuß Rapsöl
  • Ca. 6 kleine Zweige Rosmarin, abhängig von der Größe und Anzahl der Einmachgläser

Zubereitung

  • Die Früchte waschen, trocknen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und in einen großen Kochtopf geben.
  • Den Gelierzucker und das Öl hinzufügen. Alles mit einem langen Holzlöffel gut vermischen und bei hoher Temperatur zum Kochen bringen. Dabei immer wieder mit dem Holzlöffel durchrühren und über den Topfboden schaben, damit nichts ansetzt.
  • Sobald die Masse sprudelnd kocht, 9 Minuten weiterkochen lassen, dabei regelmäßig umrühren.
  • In jedes Einmachglas einen gewaschenen Rosmarinzweig von passender Größe hineinstellen.Die Marmelade von der Flamme nehmen und sofort in sterilisierte Gläser (s. Tipp1) füllen. Die Gläser gut verschließen und etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen (s. Tipp 2).
Pfirsich Marille
Zubereitung 15 Minuten
Garzeit 9 Minuten
Portionen 4 Gläser à ca. 300 ml

Zutaten

  • 750 g reife Marillen, mit Kern gewogen
  • 750 g reife Pfirsiche, mit Kern gewogen
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • Ein winziger Schuß Rapsöl

Zubereitung

  • Die Früchte waschen, trocknen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und in einen großen Kochtopf geben.
  • Den Gelierzucker und das Öl hinzufügen. Alles mit einem langen Holzlöffel gut vermischen und bei hoher Temperatur zum Kochen bringen. Dabei immer wieder mit dem Holzlöffel durchrühren und über den Topfboden schaben, damit nichts ansetzt.
  • Sobald die Masse sprudelnd kocht, 9 Minuten weiterkochen lassen, dabei regelmäßig umrühren.
  • Anschließend von der Flamme nehmen und sofort in sterilisierte Gläser (s. Tipp 1) füllen. Die Gläser gut verschließen und etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen (s. Tipp 2).
Marilli Vanilli
Zubereitung 15 Minuten
Garzeit 9 Minuten
Portionen 4 Gläser à ca. 300 ml

Zutaten

  • 1,5 kg reife Marillen, mit Kern gewogen
  • 1 Vanilleschote, der Länge nach mit einem spitzen Messer aufgeschlitzt
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • Ein winziger Schuß Rapsöl

Zubereitung

  • Die Früchte waschen, trocknen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und mit der Vanilleschote in einen großen Kochtopf geben.
  • Den Gelierzucker und das Öl hinzufügen. Alles mit einem langen Holzlöffel gut vermischen und bei hoher Temperatur zum Kochen bringen. Dabei immer wieder mit dem Holzlöffel durchrühren und über den Topfboden schaben, damit nichts ansetzt.
  • Sobald die Masse sprudelnd kocht, 9 Minuten weiterkochen lassen, dabei regelmäßig umrühren.
  • Anschließend von der Flamme nehmen, die Vanilleschote entfernen und die Marmelade sofort in sterilisierte Gläser (s. Tipp 1) füllen. Die Gläser gut verschließen und etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen (s. Tipp 2).
Aperol Marille
Zubereitung 15 Minuten
Garzeit 9 Minuten
Portionen 4 Gläser à ca. 300 ml

Zutaten

  • 1,5 kg reife Marillen, mit Kern gewogen
  • Saft und abgeriebene Schale von einer Bio-Orange
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • Ein winziger Schuß Rapsöl
  • 4 EL Aperol

Zubereitung

  • Die Früchte waschen, trocknen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Saft und der fein abgeriebenen Schale der Orange in einen großen Kochtopf geben.
  • Den Gelierzucker und das Öl hinzufügen. Alles mit einem langen Holzlöffel gut vermischen und bei hoher Temperatur zum Kochen bringen. Dabei immer wieder mit dem Holzlöffel durchrühren und über den Topfboden schaben, damit nichts ansetzt.
  • Sobald die Masse sprudelnd kocht, 9 Minuten weiterkochen lassen, dabei regelmäßig umrühren.
  • Anschließend von der Flamme nehmen, den Aperol unterrühren und die Marmelade sofort in sterilisierte Gläser (s. Tipp 1) füllen. Die Gläser gut verschließen und etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen (s. Tipp 2).

Tipp 1
Um Einmachgläser von Keimen zu befreien gibt es die verschiedensten Methoden – Sterilisieren in kochendem Wasser, in der Spülmaschine, dem Backrohr oder der Mikrowelle. Nach vielen Versuchen finde ich die folgende Variante am einfachsten: Die schon gut vorgereinigten Gläser im heißesten Spülmaschinengang waschen. Wenn Sie die Gläser dann direkt aus der Spülmaschine weiterverwenden, natürlich ohne hineinzufassen, sollte dies eigentlich schon ausreichend sein. Wenn ich die Gläser jedoch erst später benutzen möchte, spüle ich diese und die Deckel mit möglichst heißem Wasser ab und trockne sie dann etwa 20 Minuten im auf 135° Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen. Bis jetzt haben die Deckel der normalen Standardeinmachgläser diese Temperatur auch immer ausgehalten, Plastikverschlüsse sollten sie allerdings nicht mit ins Rohr geben, da diese schmelzen.
Das Einfüllen der heißen Masse gelingt am einfachsten und sichersten mit einem passenden Haushaltstrichter.

Tipp 2
Das „Auf den Kopf stellen“ muß heutzutage eigentlich nicht mehr sein, wenn man gut sterilisierte Gläser benutzt und sauber gearbeitet hat. Durch das Umdrehen sollen eventuell noch vorhandene Keime am Deckel und oberen Rand des Glases durch die heiße Marmeladenmasse abgetötet werden. Da meine Omas es aber früher so gemacht haben, mache ich es auch noch. Mit einigen alten Gewohnheiten möchte man einfach nicht brechen und schaden kann es ja auch nicht.

Zitronenhuhn & Halloumi auf Sommersalat
Linzer Torte

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