Faschingskrapfen, Berliner, Kreppel

Faschingskrapfen

Chacun à son goût – Jeder nach seinem Geschmack. Wenn es um Krapfen geht, sind wir uns in der Familie zwar einig, daß wir diesen Teig nach einem Rezept von Andreas‘ Großmutter Charlotte lieben, aber sonst … ungezuckert oder gezuckert, Staubzucker oder Kristallzucker, hellbraun, mittelbraun oder dunkelbraun gebacken, ungefüllt oder gefüllt und, wenn ja, mit welcher Marmelade …
Das Schöne am Selberbacken ist ja, daß man all diese Wünsche erfüllen kann. Daher bekommen Sie auch zwei verschiedene Anleitungen für das Ausbacken, damit Sie entweder dunkle ungezuckerte Andreas-Krapfen mit Marillenmarmelade oder helle gezuckerte Anke-Berliner mit Kirschmarmelade machen können.

Faschingskrapfen
Zubereitung 15 Minuten
Garzeit 25 Minuten
Gehzeit 2 Stunden
Portionen 16 kleine Krapfen

Zutaten

  • 30 g frische Hefe
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 250 g glattes Mehl (in Deutschland Type 405)
  • 50 g Vanille-Staubzucker (s. Tipp 1) oder Staubzucker mit einem Pck. Vanillezucker gemischt
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Butter, Zimmertemperatur
  • 2 Eigelbe
  • 1 EL Rum
  • Sonnenblumenöl (oder ein geeignetes Öl Ihrer Wahl) zum Frittieren
  • 5 EL fein passierte Marmelade
  • Kristall- oder Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  • Die Hefe in der Milch gründlich auflösen.
  • Das Mehl, den Staubzucker und das Salz in eine große Rührschüssel geben, gut mischen und in der Mitte eine Mulde formen, in die man die Butter, die Eigelbe, den Rum und das Hefewasser hineingibt. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken, und den Teig an einem warmen, vor Zugluft geschützten Ort eine Stunde gehen lassen.
  • Ein Backblech mit einem Geschirrtuch bedecken, und das Tuch leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig in sechzehn etwa gleichgroße Stücke teilen. Am einfachsten geht dies, indem man den Teig immer wieder halbiert bis man die entsprechende Stückzahl hat. Jedes Teigstück zwischen den Handflächen rundwirken und auf das vorbereitete Backblech legen, dabei zwischen den Krapfen etwa sechs Zentimeter Abstand lassen. Die Krapfen wieder mit einem Geschirrtuch abdecken und weitere 60 Minuten gehen lassen.
  • Für die hellbraun gebackenen Krapfen:
  • Das Öl in einer Fritteuse, oder in einem hohen Topf unter Zuhilfenahme eines Küchenthermometers, auf 170° erhitzen (s. Tipp 2). Wenn Sie eine Fritteuse benutzen, sollten Sie den Frittierkorb in der Fritteuse versenken. Wenn man die Krapfen erst in den Korb legt und dann in der Fritteuse versenkt, kleben sie leicht am Korb fest. Nun jeweils vier Krapfen so in das heiße Fett legen, daß die Seite, die während des letzten Gehens oben war, zuerst in das Fett eintaucht. Den Fritteusendeckel offen lassen und die Krapfen nach zweieinhalb Minuten wenden und auch von der anderen Seite in der offenen Fritteuse zweieinhalb Minuten backen.
  • Für die dunkelbraun gebackenen Krapfen:
  • Das Öl in einer Fritteuse auf 175° erhitzen (s. Tipp 2). (Den Frittierkorb in der Fritteuse versenken. Wenn man die Krapfen erst in den Korb legt und dann in der Fritteuse versenkt, kleben sie leicht am Korb fest.) Nun jeweils vier Krapfen so in das heiße Fett legen, daß die Seite, die während des letzten Gehens oben war, zuerst in das Fett eintaucht. Den Fritteusendeckel schließen. Die Krapfen nach drei Minuten wenden und von der anderen Seite in der offenen Fritteuse zweieinhalb Minuten fertig backen.
  • Die Marmelade in eine Spritztülle mit einem Aufsatz zum Befüllen von Gebäck geben, von der Seite in die Krapfen stechen und vorsichtig etwas Marmelade hineinspritzen.
  • Ergibt 16 kleine Krapfen

Tipp

 
Tipp 1:
Den besten Vanillezucker erhält man, wenn man eine ausgekratzte Vanilleschote in einer Dose oder einem Schraubglas mit Staubzucker bedeckt. Schon nach wenigen Tagen nimmt der Zucker das Vanillearoma an, und man kann die teuren Vanilleschoten so wunderbar weiter verwerten.
Tipp 2:
Wenn man weder Fritteuse noch Küchenthermometer hat, kann die Temperatur des Frittierfettes auch überprüfen, indem man den Stiel eines Holzlöffels ins Öl hält. Wenn sich um das Holz kleine Bläschen bilden, hat das Fett eine Temperatur um 170° erreicht. Der Topf zum Ausbacken sollte nur hoch genug sein, damit das Fett beim Frittieren nicht übersprudelt.
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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo ihr Lieben, tolles Rezept 👏🏻 Habt ihr auch schon die Krapfen im Ofen gebacken? Leider habe ich kein Termoneter oder eine Fritteuse 🙄…, Was bringt der Rum im Teig geschmacklich, klingt interessant 😊.
    Liebe Grüße und danke im Voraus für eure Rückmeldung, Manuela

    Antworten
    • Liebe Manuela, ich habe die Krapfen noch nie im Ofen gebacken, werde es aber bei nächster Gelegenheit ausprobieren. Ich könnte mir vorstellen, daß es in einer Muffinform funktioniert, allerdings erhält man dann sicher nicht die Optik mit dem hellen Ring in der Mitte. Man kann die Temperatur des Frittierfettes allerdings auch noch überprüfen, indem man den Stiel eines Holzlöffels ins Öl hält. Wenn sich um das Holz kleine Bläschen bilden, hat das Fett eine Temperatur um 170° erreicht. Der Topf zum Ausbacken sollte nur hoch genug sein, damit das Fett beim Frittieren nicht übersprudelt. Den Rum schmeckt man nicht heraus, aber er sorgt für ein herrliches Aroma. Wer keinen Alkohol mag, kann stattdessen auch eine andere Flüssigkeit wie Milch oder Orangensaft nehmen. Vielen Dank für das Feedback! Ich werde den Tipp mit dem Holzlöffel noch ins Rezept aufnehmen. Liebe Grüße Anke

      Antworten

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