Gefüllte Paprika

Die für Franz besten gefüllten Paprika

Ich bin überhaupt kein Freund davon, in Rezeptnamen Formulierungen wie „der beste …“, „die leckerste …“ oder „das ultimative …“ zu verwenden. Das kann sich höchstens ein Jamie Oliver erlauben, und selbst dann muß ich, als riesiger Jamie-Fan, bei diesen Rezepttiteln immer schmunzeln. Essen bleibt nun mal Geschmackssache – jede Familie hat das beste Apfelstrudelrezept und jede Familie hat Recht!
Andererseits habe ich aber überhaupt kein Problem damit, meinen Schwiegervater Franz im Titel zu zitieren, denn dies ist das Rezept seiner Schwiegermutter Charlotte, von dem er am häufigsten geschwärmt hat. Für ihn waren dies die besten gefüllten Paprika, daher gebührt ihnen auch dieses Prädikat! Die Unterschiede zu vielen anderen „Gefüllte Paprika“-Rezepten sind, daß Charlotte das Faschierte anbrät, bevor es zur Reisfüllung kommt, sowie die Zugabe von Sauerrahm.

P.S. Wenn es im Sommer Mini-Paprikaschoten gibt, nehme ich die gerne zum Füllen. Man kann sie auf dem Grill rösten bis sie rundum schön gebräunt sind und als Fingerfood servieren. Die großen Paprika gibt es klassisch mit einer ganz schlichten Tomatensauce.

Die für Franz besten gefüllten Paprika
Zubereitung 35 Minuten
Garzeit 45 Minuten
Abkühlzeit 15 Minuten
Portionen 4

Zutaten

  • 100 g Reis (Basmati)
  • 200 g Faschiertes / Hackfleisch, gemischt
  • 2 Jungzwiebeln / Frühlingszwiebeln, fein gehackt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 kl. Bund glatte Petersilie, grob gehackt
  • 1 Ei
  • 125 g Sauerrahm
  • 4 große oder 24 kleine Paprikaschoten
  • Rapsöl
  • Salz & Pfeffer
  • Für die Tomatensauce:
  • 2 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 Dosen (à 400 g) ganze geschälte Tomaten
  • Rotweinessig
  • Zucker

Zubereitung

  • Einen Eßlöffel Rapsöl in einem kleinen Topf mit passendem Deckel erhitzen. Den Basmatireis hinzufügen, kurz anbraten, mit 225ml heißem Wasser ablöschen, salzen und den Deckel aufsetzen. Sobald das Wasser kocht, auf kleinste Flamme zurückdrehen und den Reis ca. 15 Minuten garen bis das Wasser komplett aufgesogen wurde. Den Reis zur Seite stellen und abkühlen lassen.
  • Einen weiteren Eßlöffel Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, und die Jungzwiebeln bei mittlerer Temperatur etwa 5 Minuten braten bis sie weich werden. Das Faschierte hinzufügen und weiterbraten, bis das Fleisch beginnt braun zu werden. Das Tomatenmark unterrühren, und alles zwei Minuten weiterbraten. Das Hackfleisch von der Flamme nehmen, die Petersilie unterrühren und ebenfalls leicht abkühlen lassen.
  • Den Reis und das Faschierte mit dem Ei und Sauerrahm gründlich vermischen, und die Masse kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Den Ofen auf 200°Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Deckel der Paprika abschneiden, und die Kerne und Trennwände vorsichtig mit einem kleinen Messer entfernen. Die Reismasse in die Schoten füllen. Bei den kleinen Paprika kann man sie am einfachsten mit dem Stiel eines dünnen Holzlöffels oder dem Finger nach unten drücken. Bei den großen Schoten die Deckel wieder aufsetzen. Eine Auflaufform leicht mit Rapsöl einölen, die Paprika hineinsetzen oder legen und auch die Schoten rundum leicht mit Öl bestreichen.
  • Im Backrohr garen bis die Haut der Paprika schöne Röstspuren hat. Dies dauert bei den kleinen ca. 30 und bei den großen Exemplaren 45 Minuten. Entweder als Fingerfood-Snack oder mit Tomatensauce servieren.
  • Für die Tomatensauce den Knoblauch in einem hohen Topf in 2 Eßlöffeln Rapsöl kurz anbraten, dann die Tomaten hinzufügen. Jede Dose zu einem Drittel mit Wasser füllen und durchschwenken, um noch den letzten Rest der Tomaten herauszuholen, zu den Tomaten in den Topf gießen, zum Köcheln bringen und ohne Deckel etwa 30 Minuten weiterköcheln lassen. Anschließend die Tomaten zerdrücken oder fein pürieren. Die Sauce bis zur gewünschten Konsistenz einköcheln lassen und mit Salz, Pfeffer, eventuell Zucker, und einem kleinen Spritzer Rotweinessig abschmecken.
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